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Therapeuten-Team auf der Uhlenhorst
Ergotherapie
Ergotherapie in der Geriatrie Wer wird ergotherapeutisch behandelt?
Ältere Menschen
* mit akuten und chronischen Erkrankungen aus den Fachgebieten der Neurologie, inneren Medizin, Orthopädie, Chirurgie und Psychiatrie * die aufgrund der oben genannten Störungsbilder und Mehrfacherkrankungen (Multimorbidität) in Senioren- und Pflegeheimen leben
Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie?
* Förderung und Stabilisierung von vorhandenen und verlorengegangenen geistigen, sozialen und körperlichen Fähigkeiten * Vermeidung/Verminderung von Abhängigkeit und Isolation * Selbständigkeit im Alltag * Erweiterung und Erhaltung des Bewegungsausmaßes aller Gelenke * Verbesserung der Handlungs- und Bewegungsplanung und -durchführung * Förderung der Wahrnehmung in allen Sinnesbereichen * Nutzung vorhandener Kompetenzen * Förderung und Stabilisierung von Gedächtnisleistungen, Aufmerksamkeit, Konzentration und Orientierung * Verbesserung und Erhaltung von individuell bestimmter Lebensqualität
Was beinhaltet die Ergotherapie?
* Training der motorischen und sensorischen Fähigkeiten * Training bei neuropsychologischen Störungen / Hirnleistungstraining * Training der Selbständigkeit im Alltag * Versorgung mit Hilfsmitteln * Training sozialkommunikativer Fähigkeiten
Bobath
Die Methode wurde entwickelt von Berty Bobath, Krankengymnastin und Ihrem Mann, Dr. Karel Bobath, Neurologe. Sie führen zusammen ein Kinderneurologisches Behandlungszentrum in London, England. Das Bobath-Behandlungskonzept findet Anwendung bei Kindern, die aufgrund einer frühen Hirnschädigung bewegungsgestört sind (Spastiker, Athetotiker, u.a.m.). Das Ziel der Behandlung ist, daß das Kind normale Bewegungsabläufe verspürt und auszuführen lernt (Senso- motorisches Training). Die durch die Schädigung vorhandenen abnormalen Haltungs- und Bewegungsmuster müssen gehemmt werden, damit sich willkürliche, koordinierte Bewegungen anbahnen können. Die Schulung der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen, Gewichtsübertragungen von einer auf die andere Körperseite, die Körperrotation stehen u. a. im Vordergrund der Behandlung. Als Leitfaden dienen die normalen Entwicklungsstufen des Säuglings und Kleinkinds. Die Eltern werden in der Handhabung angeleitet, d.h. die Haltung, die Lagerung des Kindes und die Beschäftigung mit dem Kind werden so gestaltet, daß pathologische (gestörte) Bewegungen gehemmt werden zugunsten einer normalen Bewegungsanbahnung. Für die Motivation und Mitarbeit des Kindes sind kleine Erfolgserlebnisse, optische, akustische und taktile Stimulationen(»Tapping«, Druck und Zug) wichtig. Ein Behandlungsbeginn wird möglichst frühzeitig angestrebt, um die Hirnfunktionen während der Reifung in den ersten Lebensmonaten günstig zu beeinflussen. Die Behandlung nach Bobath wird auch modifiziert in der Erwachsenen-Therapie angewandt, bei allen Bewegungsstörungen, die durch Hirnschädigung hervorgerufen werden (Halbseitenlähmungen, Hirnverletzungen, Hirntumoren, u. a.). |